Von der Uni zu AFA

Martin Pabst (23), D aus Minden, seit Juni 2017 im Hauptberuf bei der AFA AG, vorher Student

Allein ist die 50-Euro-Stufe nicht zu schaffen

In AFA-Kreisen ist Martin Pabst bekannt als Mann der Rekorde. Für den jungen Direktor steht dagegen eher das Team im Rampenlicht. Denn ohne die Unterstützung vieler talentierter Newcomer wären die Agenturgründungen in Minden und Hannover nicht möglich gewesen.

Hinter einer 50-Euro-Stufe stehen viele Menschen – nicht nur ein einzelner.

Auch wenn zum Kongress nur einer auf die Bühne gerufen wird, so gilt doch: AFA ist keine One-Man-Show. Rekorde werden oft mit dem Agenturleiter verknüpft, dabei sind diese Leistungen nur im Team zu erreichen. Auf jeder Ebene tragen die Vertriebspartner zum Erfolg bei. Jan Hopf und Jan Fiebig aus meinem Team stehen beispielhaft für die wichtige Rolle, die Newcomer einnehmen. Mit Aufnahme der Hauptberuflichkeit entwickelten sie sich in kürzester Zeit zu guten Verkäufern und konnten schrittweise immer mehr Aufgaben übernehmen, genauso wie es vorher schon Tilman Jäger in Magdeburg gezeigt hat. Der Neuaufbau und die gründliche Ausbildung bzw. Entwicklung des Teams bilden die Grundlage der Stufen.

Die eigenen Ansprüche können nicht immer 100prozentig erfüllt werden.

Manchmal ist eine Kurskorrektur oder auch ein Innehalten, um sich zu sammeln, sinnvoll. Bei mir sollte zum Beispiel die 50er laut Plan schon viel früher gefallen sein. Wenn es partout nicht funktioniert, kann man schon mal verzweifeln. In solchen Momenten ist es wichtig, Kraft zu sammeln und noch eine Schippe draufzulegen, damit die schwierige Phase überwunden wird. Mein Tipp an alle, die karrieretechnisch nicht so schnell voran kommen wie geplant:

  1. Hört auf, nur auf die Stufen zu gucken, sondern achtet auch auf die Persönlichkeitsebene. Dadurch wird man lockerer und kann mit verpassten Zielen leichter umgehen, andererseits sind die Stufen leichter zu schaffen, wenn die Persönlichkeit sich entwickelt.
  2. Fokussiert euch nicht zu sehr auf die eigenen Herausforderungen, sondern stellt Lösungsansätze für das Team zusammen! Wer nur auf sich selbst guckt, baut nicht auf. Aber wenn die einzelnen VP im Team ihre Ziele erreichen, werden auch die eigenen Ziele automatisch abgehakt.

Nach Minden starten wir in Hannover mit der nächsten Agentur.

Mir macht es Spaß, neue Wege zu beschreiten und die Erfolgsgeschichte zu prägen. Auch deshalb will ich so schnell ein weiteres Büro auslagern. Klar sitze ich immer noch gerne beim Kunden und berate, aber ich will auch Menschen entwickeln, Strukturen festigen und Büros gründen. Vieles spricht für Hannover: Kundenbasis, Vertriebspartner und die geographische Mitte zwischen Magdeburg und Minden. So können wir das neue Büro dann als Meeting Point für Magdeburg und Minden etablieren, sei es für Tagungen oder Seminare. Wir müssen den Erfahrungsaustausch untereinander stärken und langfristig sichern. Dabei blicke ich auch persönlich schon in Richtung Regionaldirektion und einer mög­lichen Struktur für das Set-up.

Die Erfahrungen aus der Agenturgründung Minden Anfang des Jahres sind noch frisch.

Auch deshalb möchte ich möglichst schnell in Hannover etwas Neues aufziehen. Wenn ich noch fünf Jahre warte, habe ich die Hälfte schon wieder vergessen. J Ich muss also nicht erst einen Prozess unterbrechen, sondern kann nahtlos an die Arbeit aus Minden anknüpfen bzw. duplizieren. Das ist aber nur deshalb möglich, weil die jungen Hauptberufler so stark sind und mir den Rücken freihalten. Die jungen Vertriebspartner wachsen schnell in ihre Rolle als Führungskraft hinein und geben ihrerseits in den Teams die Richtung vor.

In einer jungen Agentur müssen die Systeme schnell und sicher etabliert werden.

Gerade in einer neuen Stadt stehen viele Aufgaben zeitgleich an: Kontaktkreise erschließen, Vertriebspartner finden, junge Hauptberufler schnell ins Geldverdienen bringen. Damit das funktioniert, müssen die Abläufe verinnerlicht werden. Wenn das klappt, kann die Agentur schnell als eigenständige Einheit für sich stehen und am Markt wachsen.

Tätigkeiten und Aufgaben sind mir wichtiger als Gremien.

Die Entwicklung und das Team stehen an erster Stelle, dahinter reihen sich die eigenen Karrierestationen ein. Wenn an der Basis alles optimal läuft, ist der nächste Schritt nach oben sowieso gesichert. Bei mir wird es dieses Jahr vermutlich noch nicht zum Regionaldirektor reichen. Noch ist er nicht außer Reichweite, aber ich lege meinen Fokus auf die Büros und den weiteren Ausbau – und lasse mich überraschen, sollte es doch für den RD reichen.

Die Corona-Zeit hat Schwächen aufgedeckt und gleichzeitig Raum für Innovationen geöffnet.

Vor allem im Lockdown konnte man deutlich unterscheiden: Wer ist wirklich Unternehmer und will gestalten? Und wer spult lediglich sein Routineprogramm ab? Im Rückblick bin ich glücklich mit der Situation, wie agil das AFA-System geworden ist, und wie schnell wir verschiedene Online-Lösungen integrieren konnten. Insgesamt war es eine Horizont erweiternde Situation. Als Finanzberater sind wir im Kontaktgeschäft, und viele Mitbewerber sind 2020 in ernste Schwierigkeiten geraten. Bei uns im Team konnten wir dagegen um 100 Prozent steigern zum Vorjahr – ich kann also nicht behaupten, dass es schlecht war. Im Gegenteil: Es beweist die Krisenresistenz des AFA-Systems und gibt einen Vorgeschmack darauf, was möglich ist, wenn Corona hinter uns liegt. Denn aktuell laufen wir – im übertragenen Sinne – noch mit Maske. Aber wenn wir den Mundschutz abnehmen können, werden wir noch schneller laufen können.J