Mit Halberstadt auf die Überholspur wechseln

Viet Duc Tran (26), Teamleiter aus Halberstadt, seit Mai 2013 im Hauptberuf bei der AFA AG – vorher Student Wirtschaftsingenieurwesen

Für Viet Duc Tran war von Anfang an klar: Das AFA-Büro in Magdeburg ist für ihn das perfekte Sprungbrett zurück nach Halberstadt. Im Harz baut der Hobby-Fußballer jetzt eine Agentur auf und plant schon die nächsten Schritte: In der Region sollen aus seinem Teamaufbau heraus weitere Büros entstehen. Fünf Jahre AFA AG prägten mich nachhaltig. Persönlich veränderte ich mich in dieser Zeit stark, reifte vom schüchternen Jungen zum Teamleader. Die Arbeit als Führungskraft verlangt andere – anfangs für mich neue – Qualitäten im Vergleich zum Konzeptverkäufer. Wie man erfolgreich eine Agentur führt habe ich mir von Mirko Sprotte abgeschaut. Seine konsequente und auch strenge Führung bildete die Grundlage für die vergangenen Erfolge der Magdeburger. Die besten Trainer die ich beim Fußball hatte waren auch nie die Nettesten. Das nahm ich mir zum Vorbild.

Mit dem Umzug nach Halberstadt und dem eigenen Team ging für mich ein Traum in Erfüllung. Hier im Harz wuchs ich auf, in dieser Region bin ich verwurzelt. Die zahlreichen Kontakte kommen mir jetzt zugute. Ich entschied mich vor 1½ Jahren absichtlich für eine Gegend, in der die AFA AG noch nicht so bekannt ist. Viele guckten mich erst schief an, weil es eine ländliche Region ist. Gleichzeitig gibt es hier aber nur wenige Karrieremöglichkeiten. Mit unserer AFA-Agentur bieten wir jungen Leuten aus der Umgebung die Chance einer grenzenlosen Karriere und die Möglichkeit, sich aus dem Hamsterrad zu befreien.

Rückblickend war es die richtige Entscheidung, nach Halberstadt zu ziehen. Anfangs war es schwierig, weil das Team noch nicht so gefestigt war. Jetzt läuft es aber richtig rund, und zusammen mit Igor Goldenberg und seinem Team bauen wir etwas Großes auf. Igor ist ein sehr guter Verkäufer – schließlich hat er auch den Pokal geholt auf dem Jahresendmeeting – und ich sehe mich eher in der Vertriebler-Schiene. Damit ergänzen wir uns perfekt und können das Potenzial in der Region voll ausschöpfen. Noch läuft die Agentur offiziell unter Igors Namen, aber mein Büro werde ich auch noch unter meinem Namen anmelden. Trotzdem werden wir auch langfristig eng zusammenarbeiten. Unternehmerisch und menschlich passt es einfach gut zusammen, es ist die logische Konsequenz. Zudem können wir auch Vorbild sein und zeigen, wie strukturübergreifend gemeinschaftlich gearbeitet werden kann.

Rückschläge lassen sich in einem Unternehmen nicht immer vermeiden. Wichtig ist, was man daraus lernt. Ich versuche immer, gestärkt daraus hervorzugehen, Fehler zu analysieren und zu lernen. Natürlich würde ich ein paar Dinge heute anders machen als noch vor ein paar Jahren, aber insgesamt bin ich stolz darauf, dass ich schon sehr früh versucht habe, meinen eigenen Weg zu gehen. Ich wollte einfach zeigen, dass ich es drauf habe.

Für die kommenden Jahre will ich noch viel mehr erreichen, unter anderem den Direktor und mindestens zwei weitere Agenturen im Harz. Das Potenzial hier ist auf jeden Fall vorhanden und wir haben jetzt schon Leute, die aus anderen Regionen kommen, um hier durchzustarten. Wenn alles optimal läuft, kann ich auch meinen Traum verwirklichen: Einen Fußballclub in der Region sponsern. Früher wollte ich mal Profi werden, heute ist es nur noch ein Hobby.